Das Symptom Schwindel zeichnet sich durch oft wenig konkrete Gefühle bzw Körpererleben aus. Viele Betroffene nennen z.B. Benommenheitsgefühl, Dösigsein im Kopf, Unwohlsein, Gangunsicherheit, Drehschwindel (Gefühl wie in einem Karussell), Schwankschwindel (Gefühl wie auf einem Schiff) oder Liftschwindel (Gefühl einer stetigen Auf- und Abwärtsbewegung) als Symptome.
Funktionalität der Organe nimmt mit dem Alter ab
Häufig gibt es dazu Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Schwäche in den Beinen, Kopfschmerzen und Hörstörungen. Mit steigendem Alter nehmen diese Beschwerden leider zu. Schwindel ist häufig ein Ausdruck von Störungen in mehreren Organsystemen. Denn auch die Funktionalität unsere Organe nimmt mit zunehmendem Alter ab. Mögliche Ursachen für das Auftreten des sogenannten Altersschwindels liegen in folgenden Organsystemen und ihrer beeinträchtigten Funktion:
Fast ein Drittel aller Menschen über 70 Jahre leidet an Altersschwindel
Der Schwindel im Alter entwickelt sich meist schleichend und ist leider ein sehr häufiges Symptom. In der Altersgruppe über 70 Jahre leidet fast ein Drittel aller Menschen vorübergehend unter Schwindelanfällen, die die Alltagsaktivitäten einschränken.
In den meisten Fällen handelt es sich um kurz anhaltende leichte Schwindelanfälle ohne weitere dauerhafte Beschwerden. Gerade bei älteren Menschen sollten diese bei erstmaligem Auftreten sorgfältig untersucht werden, um eine eventuell zugrunde liegende Krankheit ausschließen zu können. Häufig lässt sich dennoch keine Ursache finden. Wenn keine klare Ursache bestimmt werden kann, kann dies bedeuten, dass es auch keinen Ansatzpunkt gibt, um die Ursache des Schwindels behandeln zu können.
Der Ursache auf den Grund gehen
Folgende Wege beschreiten wir, um die Ursachen bei Altersschwindel zu erforschen:
Kleine Hilfen im Alltag können Besserung bringen
Besteht bei Patientinnen oder Patienten mit chronischen Krankheiten ein Schwindel, kann es sein, dass wir wenig bis gar keine Ansatzpunkte zur Besserung der Beschwerden haben, da die Grundstörung nicht aus der Welt geräumt werden kann. Wenn wir keine Ursache finden können, dann nützt es dennoch nichts, die Situationen zu meiden, in denen der Schwindel auftritt. Vielmehr müssen Betroffene lernen, damit umzugehen. Dies kann bedeute, dass Sie im Alltag beispielsweise zur eigenen Sicherheit eine Gehhilfe nutzen sollten, um standfest und gangsicher zu bleiben, um das Auftreten von Knochenbrüchen zu vermeiden oder gar Schlimmerem. Auch das Durchführen von Gleichgewichtsübungen im Alltag kann möglicherweise förderlich sein. Möglicherweise muss auch medikamentös eine Änderung in die Wege geleitet werden, wenn bestimmte Medikamente als schwindelauslösend verdächtigt werden.
Umfassendes Infomaterial zum Thema Schwindel finden Sie auch hier: https://www.lmu-klinikum.de/schwindelzentrum/fur-patienten/download-und-infomaterial/328f0691ef8cd013