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So messen Sie Blutdruck richtig

In Deutschland sind rund 20 Millionen Menschen von Bluthochdruck betroffen. Mit der sogenannten Hypertonie geht ein erhöhtes Risiko für weitere Erkrankungen des Herzkreislaufsystems einher – beispielsweise Arteriosklerose mit nachfolgenden Herzinfarkten, Schlafanfällen, Bauchaortenerweiterungen oder auch Nierenerkrankungen. Das richtige Messen und Erfassen des Blutdrucks ist daher ein wichtiger Faktor.

Dass Bluthochdruck unter anderem mit unserem Lebensstil zusammenhängt, wissen viele bereits. Welche Möglichkeiten Sie haben, Ihren Lebensstil zu ändern, können Sie auch hier auf unserer Homepage an anderer Stelle nachlesen.


Was ist wichtig bei der Kontrolle des Blutdrucks?


  • Die Wahl des Gerätes: Geräte gibt es jeweils als Oberarm- und Handgelenksgeräte. Vielen Menschen fällt es leichter, mit den Handgelenksgeräten umzugehen. Wenn das Oberarmgerät so schwer zu bedienen ist, dass es stresst, ist es das Falsche. Dann sind Sie besser mit einem Handgelenksmesser ausgestattet: Es ist aber nicht nur wichtig, gut mit dem Gerät umgehen zu können, die Messung muss auch verlässlich sein.


Eine Beurteilung der Güte der Geräte, sprich ihrer Zuverlässigkeit, findet regelmäßig über die Deutsche Hochdruckliga statt: Geräte, die den Normen entsprechen, werden nach erfolgreich bestandener Prüfung mit dem Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga ausgezeichnet. In der anhängenden Liste finden sich Geräte für Oberarm und Handgelenk, es ist also für jeden etwas dabei.

Hier finden Sie eine entsprechende Übersicht, die regelmäßig aktualisiert wird: https://www.hochdruckliga.de/betroffene/blutdruckmessgeraete


  • Ausgestattet mit einem verlässlichen Gerät, sollten Sie sich hieran halten: Messen Sie Ihren Blutdruck täglich – immer zur gleichen Zeit! Morgens sollten Sie vor der Einnahme blutdrucksenkender Mittel messen, damit auch der Blutdruck in den frühen Morgenstunden erfasst wird. Vor Beginn der Messung sollten Sie 5 Minuten zur Ruhe kommen. Vermeiden Sie vor der Messung körperliche Aktivitäten. Setzen Sie sich entspannt auf einem Stuhl und lehnen Sie sich an die Stuhllehne an. Legen Sie den zu messenden Arm auf den Tisch. Stellen Sie die Füße nebeneinander auf den Boden. Dadurch vermeiden Sie eine Anspannung der Muskulatur. Bewegen Sie sich nicht während der Messung, reden Sie auch nicht und lassen Sie sich nicht durch Musik bzw. Nachrichten ablenken.
  • In der Einstellungsphase Ihres Bluthochhochdrucks sollten Sie häufiger messen. Sollten sich Spitzen im Tagesverlauf zeigen, kann es sinnvoll sein, die Medikation umzustellen.


Mit einem gut eingestellten Bluthochdruck, mindern Sie definitiv die Häufigkeit, dass Komplikationen auftreten. Es lohnt sich also!

2. April 2025
Lernen trainiert unser Gedächtnis – und das ein Leben lang. Damit sind nicht etwa Vokabeln oder mathematische Formeln gemeint, sondern ganz Alltägliches. Auch im hohen Alter kann man sein Gedächtnis durch regelmäßiges Training verbessern und so den Rückgang der Gehirnleistung bei Demenz verzögern. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, geistig fit zu bleiben, beispielsweise durch anspruchsvolle Hobbys und Bewegung. Von Reisen bis Tanzen Das Gehirn trainiert man am besten, indem man es regelmäßig vor neue Herausforderungen stellt. Ein gutes Beispiel ist das Reisen: Die Kombination aus Bewegung und Orientierung in einer fremden Umgebung fordert das Gehirn auf besondere Weise. Und es gibt weitere Hobbys, die die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern. So gilt Musizieren als besonders effektiver Schutz vor Demenzerkrankungen, da gleichzeitig Konzentration und Koordination gefördert werden. Auch Tanzen fordert gleich mehrere Hirnleistungen heraus: Denken, Sehen, Hören und Bewegen. Menschen, die eine fremde Sprache sprechen oder sogar lernen, beanspruchen das Gehirn ebenfalls stark durch ihr Hobby. Neben geistigen Tätigkeiten fördert auch Bewegung die mentale Fitness, vor allem im Bereich des Konzentrations- und Erinnerungsvermögens. Empfehlenswert sind besonders Hobbys wie Gartenarbeit oder Wandern, denn sie fördern das Wachstum und die Verknüpfung neuer Nervenzellen. Für welche Freizeitaktivität auch immer man sich entscheidet, die wichtigste Voraussetzung ist: Es sollte Freude bereiten. Denn auch Lernen sollte in erster Linie Spaß machen und nicht nur Mittel zum Zweck sein, sonst bleibt meist auch der Erfolg auf der Strecke. Wer hingegen Positives erlebt, schüttet Botenstoffe aus, die dabei helfen, das Erlernte besser zu speichern. Kochen – ein Hobby für die Sinne und das Gedächtnis Ein Hobby, das Sinne und Gehirn auf vielerlei Ebenen anspricht, ist das Kochen. Die Tätigkeit an sich ist bereits sehr anspruchsvoll: Wenn alles gleichzeitig warm serviert werden soll, müssen Zubereitungs- und Garzeiten genau aufeinander abgestimmt sein. Die Herausforderung fürs Gehirn wird größer, je mehr Gänge das Menü hat. Kochen ist eine schöne Gelegenheit, mal unbekannte Zutaten auszuprobieren – das regt übrigens auch die Neubildung von Synapsen an, wenn man durch neue Konsistenzen oder Aromen neue Sinneseindrücke gewinnt. Sobald Inhalte mit Sinneswahrnehmungen wie Gerüchen, Geschmäckern oder Bildern kombiniert werden, bleiben sie länger im Gedächtnis. Wer neue Inhalte lernt, ob beim Kochen, Musizieren oder Gärtnern, festigt seine Synapsen und bildet neue. Übrigens lernt es sich in Gesellschaft besser und leichter. So lernen wir nicht nur voneinander, wir lernen auch besser miteinander durch gegenseitige Motivation und Feedback. Kommunikation ist also ein wichtiger Aspekt des Lernens – und damit für unser Gedächtnis. 15 Minuten tägliches Gehirnjogging Neben Hobbys und Bewegung im Alltag gibt es auch die Möglichkeit, das Gedächtnis mit verschiedenen Übungen zu trainieren – besser bekannt unter dem Begriff Gehirnjogging. Dabei bekommt das Gehirn eine Aufgabe gestellt, die es lösen muss. Das kann etwas aus dem Bereich Allgemeinwissen oder logisches Denken sein, so wird das Konzentrations- und Denkvermögen angeregt. Schon 15 Minuten am Tag reichen aus, um einen Effekt zu erzielen. Längere Einheiten wirken eher ermüdend, zudem sollte man den Spaß an der Sache nicht verlieren. Die folgenden Übungen können dabei helfen, das Gedächtnisleistung zu steigern: https://demenz-portal.at/gedaechtnistraining/ geschrieben am Mittwoch, den 2. April 2025
18. Februar 2025
Für manche ist es die Nachbarskatze, für andere das Frühstücksei oder eine blühende Wiese: Was für viele harmlos klingt, kann für Menschen mit einer Allergie zum Problem werden. Doch was ist eigentlich eine Allergie? Welche Symptome deuten darauf hin? Und was hilft dagegen? Von geröteten Augen bis Hautausschlag Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose körperfremde Substanzen (Allergene) wie zum Beispiel Pflanzenpollen oder bestimmte Nahrungsmittel. Je empfindlicher das Immunsystem auf einen allergieauslösenden Stoff (Allergen) reagiert, desto stärker sind die Beschwerden. Allergien können bei den Betroffenen zu tränenden oder geröteten Augen, Niesanfällen, Schnupfen, juckendem Hautausschlag, Schwellungen an Mund und Zunge führen oder Bauchschmerzen verursachen. Selten kann eine allergische Reaktion auch einen anaphylaktischen Schock auslösen. Dabei verengen sich die Atemwege, es kommt zu schwerer Atemnot und der Blutdruck fällt stark ab. Ohne sofortige Behandlung kann ein solcher Schock lebensbedrohlich werden. Neigungen zu Allergien häufig familiär bedingt Wann merken Betroffene Symptome? Ein saisonaler Heuschnupfen macht sich nur während des Pollenflugs bemerkbar. Allergien gegen Hausstaubmilben oder Haustiere können das ganze Jahr über zu Beschwerden führen, da die Allergene nicht nur im Frühjahr oder Sommer in der Atemluft sind. Bei Allergien gegen Medikamente und Insektengift sind die Beschwerden zwar auf einzelne Situationen beschränkt, dafür jedoch oft deutlich stärker. Die Neigung zu einer Allergie ist häufig familiär bedingt. Eine solche Neigung nennen Fachleute „Atopie“. Ob daraus tatsächlich eine Allergie entsteht, hängt unter anderem von Umwelteinflüssen ab. Faktoren wie Luftverschmutzung und Zigarettenrauch können Allergien und Folgeerkrankungen wie Asthma wahrscheinlicher machen. Was passiert bei einer Allergie? Bei einer allergischen Reaktion reagiert das Immunsystem des Körpers auf bestimmte, eigentlich harmlose Fremdeiweiße (Allergene) wie auf einen Krankheitserreger oder Fremdkörper. Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel bedeuten normalerweise keine Gefahr für den Körper. Bei einer Allergie lösen sie jedoch Beschwerden aus. Denn das Immunsystem bildet Abwehrstoffe (IgE-Antikörper) gegen diese Substanzen, weil es sie für schädlich hält und versucht, sie zu bekämpfen. Diese Antiköper bilden sich beim ersten Kontakt mit dem Allergen und binden sich an bestimmte Zellen. Dieser Vorgang wird „Sensibilisierung“ genannt. Kommt es danach zu einem erneuten Kontakt, setzen diese Zellen chemische Stoffe frei, darunter das Gewebshormon Histamin. Diese Stoffe lösen dann allergische Reaktionen aus wie Niesen, Husten oder Hautausschlag. Häufigkeit und Verlauf von Allergien Bei etwa jedem dritten Menschen in Deutschland wird im Laufe des Lebens eine allergische Erkrankung festgestellt. Etwa 20 bis 25 Prozent aller Kinder und Jugendlichen haben Heuschnupfen oder Asthma. In den letzten 30 Jahren ist die Zahl der Menschen mit Allergien gestiegen. Allergien beginnen meist schon im Kindes- und Jugendalter und bleiben oft ein Leben lang bestehen. Manche bilden sich aber bei Erwachsenen wieder zurück. So können bestimmte Nahrungsmittelallergien wie beispielsweise gegen Milch oder Hühnerei wieder verschwinden, eine Erdnussallergie in der Regel nicht. Ob sich eine Allergie wieder zurückbilden kann, hängt also vom Auslöser ab. Etagenwechsel und Kreuzallergien Die Beschwerden sind anfangs oft nur leicht, mit der Zeit werden sie dann stärker. Manchmal kommen weitere Erkrankungen hinzu. So kann Heuschnupfen über viele Jahre zu einem sogenannten Etagenwechsel führen. Das bedeutet, dass die Beschwerden auf die unteren Atemwege übergehen und sich ein Asthma entwickelt. Eine allergische Reaktion beispielsweise auf Pollen kann mit einer Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel einhergehen. Dann spricht man von einer Kreuzallergie. Eine Kreuzallergie entsteht, weil die unterschiedlichen Allergene ähnliche Eiweiße enthalten, auf die das Immunsystem reagiert. Behandlungsmöglichkeiten bei Allergien Allgemein gilt: Im Idealfall den Kontakt mit dem Allergen vermeiden. Wie gut dies gelingt, hängt vor allem von der Art des Auslösers ab. Bestimmte Nahrungsmittel oder chemische Stoffe lassen sich meist recht gut umgehen. Vor Pollen kann man sich dagegen kaum schützen. Ein Pollenflug-Kalender kann aber zeigen, wie hoch die Belastung in bestimmten Regionen ist. Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben ist es möglich, die Belastung im Haushalt etwas zu verringern, zum Beispiel durch regelmäßiges Putzen, einen milbendichten Matratzenbezug und die Entfernung von Staubfängern. Medikamente wie Antihistaminika oder Kortison-Präparate werden vor allem bei allergischem Schnupfen und allergischen Bindehautentzündung oft angewendet. Diese Mittel gibt es unter anderem als Tabletten, Nasenspray oder Augentropfen. Bei allergischen Hautreaktionen werden auch Kortisonsalben oder -cremes eingesetzt. Desensibilisierung Unter Hyposensibilisierung (Desensibilisierung) versteht man spezielle Therapien gegen die Überreaktionen des Immunsystems: Bei dieser Behandlung werden ähnlich wie bei einer Impfung regelmäßig niedrige Dosen des Allergens unter die Haut gespritzt oder als Tablette oder Tropfen unter die Zunge gegeben. Meistens dauert eine komplette Hyposensibilisierung etwa drei Jahre, bei Insektengiftallergie bis zu fünf Jahre. Wichtig für den Erfolg ist, dass die Behandlung kontinuierlich durchgehalten wird. Eine abgebrochene Therapie ist eine verschenkte Chance und erzeugt unnötige Kosten. Erster Ansprechpartner bei einer Allergie ist die hausärztliche Praxis. Sie kann zum Spezialisten überweisen. Das sind üblicherweise Ärztinnen und Ärzte mit Fachgebiet Lungen-, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kinderheilkunde oder Hautkrankheiten, die eine langjährige Erfahrung mit Allergen-Immuntherapie haben. Die Ärzte versuchen möglichst genau einzugrenzen, auf welche Allergene der Betroffene reagiert. Viele Patientinnen und Patienten haben gleichzeitig mehrere Allergien, reagieren zum Beispiel allergisch auf Bäume und Gräser. Manchmal hilft es, wenn Betroffene bereits eine Zeit lang über ihre Beschwerden Buch geführt haben. Auch ein Allergietest an der Haut liefert Hinweise, auf welche Stoffe der Betroffene sensibilisiert ist. Darüber hinaus können Bluttests sinnvoll sein. Sprechen Sie uns an. geschrieben von Marvena Zeller Dienstag, den 18. Februar 2025
4. Februar 2025
Der Gedanke an Kopfläuse versetzt viele Eltern in Aufregung: Wo kommen sie her? Und wie werden wir sie wieder los? Natürlich sind Kopfläuse nicht angenehm, aber sie sind auch kein Beinbruch. Wenn man Kopfläuse schnell und sorgfältig behandelt, ist man die lästigen Blutsauger rasch wieder los. Kopfläuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun und kommen gerade unter Kindern immer mal wieder vor. Vor allem Eltern von Kita- und Schulkindern können davon ein Lied singen. Denn die zwei bis vier Millimeter langen Parasiten vermehren sich schnell. Sie kleben ihre Eier an den Haaren in der Nähe des Ansatzes fest, innerhalb einer Woche schlüpfen neue Läuse. Wenn Kinder ihre Köpfe zusammenstecken, klettern die Läuse über die Haare von einem Kopf zum anderen. Die Bisse können ordentlich jucken, sie sind aber ungefährlich. Weder verteilen sie Gift, noch Krankheiten. Erste Anzeichen von Läusen Doch woran merkt man überhaupt, ob die Kinder von Kopfläusen betroffen sind? Meist beginnt es damit, dass sich das Kind auffällig oft am Kopf kratzt. Auch wenn es in der Kita oder Schule einen bekannten Läusebefall gab, sollten Sie den Kopf auf Kopfläuse untersuchen. Dabei sollten alle Familienmitglieder inspiziert werden. Am besten nutzen Sie einen speziellen Läusekamm aus der Apotheke oder Drogerie. So gehen Sie vor: Kämmen Sie gegen die Haarwuchsrichtung am Ansatz jede Strähne zweimal durch und streichen Sie den Kamm anschließend an einem Tuch ab, um mögliche Parasiten erkennen zu können. Doch nicht nur auf Läuse selbst sollte man das Kind untersuchen, auch auf Eier, sogenannte Nissen. Diese befinden sich häufig an den Haaren hinter dem Ohr oder Nacken. Nissen werden oft mit Schuppen verwechselt. Allerdings lassen sich Hautschuppen abschütteln, während Nissen am Haar kleben. Maßnahmen bei Läusen Sie haben Kopfläuse oder Nissen entdeckt? Dann sollten Sie schnell mit der Behandlung starten. Ein Arztbesuch ist nicht notwendig, Sie können sofort loslegen. Alles Notwendige zur Bekämpfung von Läusen bekommen Sie in der Apotheke. Zur Auswahl stehen Shampoos und Tinkturen mit Insektengift sowie Mittel mit Silikonöl, die die Kopfläuse mit einer Ölschicht bedecken, so dass sie ersticken. Im Anschluss an die Verwendung dieser Mittel sollte das Haar mehrmals pro Woche sorgfältig mit einem Läusekamm ausgekämmt werden, damit Läuse und Nissen entfernt werden. Die Behandlung muss in der Regel nach sieben bis zehn Tagen wiederholt werden, nähere Infos finden sich in der Packungsbeilage. Was ist noch zu tun? Eltern müssen bei einem Läusebefall unbedingt die Schule oder den Kindergarten darüber informieren. Auch Personen, mit denen enger Kontakt in der Zeit zuvor bestand, sollte informiert werden. Und wie lange muss mein Kind nun zu Hause bleiben? Hierauf hat der Gesetzgeber eine klare Antwort. Wenn ein Kind Läuse hat, darf es so lange nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen, bis der Befall behandelt ist. Das heißt, dass Kinder bereits am Tag nach der Behandlung mit einem nachweislich wirksamen Mittel gegen Läuse wieder eine Gemeinschaftseinrichtung betreten darf. Die Einrichtungen entscheiden dabei selbst, ob dafür ein ärztliches Attest notwendig ist. Schutz vor Läusen und weitere Maßnahmen Nach der Behandlung mit einem Läusemittel, sollte man sichergehen, dass die Läuse nicht wiederkommen. Dafür sollten einige Maßnahmen ergriffen werden: Zwar überleben Läuse nicht lange auf Gegenständen und Textilien, dennoch sollten Bettwäsche, Schals, Mützen und Bürsten nicht von anderen Familienmitgliedern benutzt werden. Die Kämme, Bürsten und Haarspangen des betroffenen Kindes sollte mit heißem Wasser und Seife gewaschen werden. Benutzte Bettwäsche, Kleidung, Kuscheltiere und Handtücher sollten bei 60 Grad gewaschen werden. Übrige Textilien für drei Tage in einem Plastiksack verschließen. geschrieben am Dienstag, den 4. Februar 2025
15. Januar 2025
Angststörungen zählen weltweit zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen. Doch welche Anzeichen, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Erst einmal ist Angst eine Alarmfunktion für den Organismus. Denn sie ist eine natürliche körperliche und psychische Reaktion auf Gefahrenreize mit dem Ziel, der Gefahrenquelle zu entkommen oder sie zu beseitigen. Damit stellt Angst eine sinnvolle Reaktion auf reale Bedrohungen dar. Sie sichert das Überleben durch eine Flucht- oder Kampfreaktion sowie durch Vermeidung und erhöhte Aufmerksamkeit/Wachheit gegenüber der Gefahr. Symptome einer Angsterkrankung Besteht bei Menschen eine Angsterkrankung, kann es auch ohne eine reale Gefahr zu einer gesteigerten, unkontrollierbaren Angstreaktion im Sinne einer Panikattacke kommen. Es kommt plötzlich und unerwartet zu Attacken mit intensiver Angst und körperlichen Beschwerden wie Herzklopfen, Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Atemnot, Erstickungsgefühlen, Schwindel, Übelkeit, Hitzewallungen oder Kälteschauer, Mundtrockenheit, Taubheits- oder Kribbelgefühle der Hände oder um die Lippen, Furcht vor Kontrollverlust und Todesangst. Die Symptome steigern sich über etwa zehn Minuten, halten dann für maximal zwei Stunden an und verschwinden plötzlich. Zwischen den Attacken besteht Angst vor erneuten Panikanfällen. Je nach Erkrankung kann die Angstreaktion allgemein oder als Reaktion auf bestimmte Reize vorkommen. Oftmals tritt sie im Verlauf zusammen mit einer Agoraphobie auf, einer Furcht vor bestimmten Situationen oder Orten, denen man sich im Fall einer Panikattacke nicht entziehen kann. Genetische und soziale Faktoren spielen eine Rolle Die Ursache liegt in einem komplexen Wechselspiel aus genetischen und sozialen Faktoren. So tritt eine Panikstörung häufiger bei Menschen auf, in deren naher Verwandtschaft auch andere davon betroffen sind. Ebenso können traumatische Erfahrungen in der Kindheit zu einer Panikstörung beitragen. Oft tritt sie bei Betroffenen in Zeiten mit viel Stress oder belastenden Lebensereignissen auf. Im Laufe des Lebens sind etwa ein bis sechs Prozent der Menschen von einer Panikstörung betroffen. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Erkrankung beginnt meist im Alter von 30 und 50 Jahren. Behandlungsmöglichkeiten bei einer Panikstörung Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) als Behandlungsmöglichkeit hat die am besten belegte Wirksamkeit bei einer Panikstörung. Sie findet in Einzel- oder Gruppensitzungen statt. In den Therapiesitzungen werden die häufig auftretenden Sorgen und typischen körperlichen Erscheinungsformen der Angst besprochen. So entsteht ein Verständnis dafür, wie es zu Panikattacken kommt. Besteht auch eine Agoraphobie, so werden Betroffene nach und nach auch mit angstauslösenden Situationen unter therapeutischer Begleitung konfrontiert (Expositionstherapie). Ist eine KVT nicht wirksam oder nicht verfügbar, kann auch eine psychodynamische Psychotherapie angeboten werden. Zudem besteht die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie in Form von einer Behandlung mit Antidepressiva. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Wirkung oft erst nach zwei oder mehr Wochen eintritt. Die richtige Dosis muss erst im Verlauf je nach Symptomen und Ansprechen gefunden werden. Um Rückfälle zu verhindern, sollten die Antidepressiva nicht sofort abgesetzt werden, wenn es der betroffenen Person besser geht, sondern noch mindestens sechs bis 12 Monate weiter eingenommen werden. Ergänzend zur Psychotherapie und Medikamenten ist Ausdauersport empfehlenswert. Entspannungstechniken können helfen, Attacken schneller abzufangen. Ein Symptomtagebuch kann hilfreich sein, den Umgang mit Panikattacken zu erleichtern. Linderung der Symptome Zwar ist durch keine Behandlungsmethode eine schnelle und einfache „Heilung“ zu erwarten, die verschiedenen Verfahren können aber dafür sorgen, dass Symptome gemildert werden und man mit der Angst besser umgehen kann. Das ist oft schon nach einigen Wochen spürbar. Viele Menschen schaffen es mit Geduld und der Hilfe einer Therapeutin oder eines Therapeuten mit der Zeit, ihre Angststörung zu überwinden Bei fast neun von zehn Betroffenen treten nach Ende einer Therapie keine Panikattacken mehr auf. Nach sieben Jahren gilt das immer noch für zwei von drei Betroffenen. Unbehandelt nimmt eine Angsterkrankung meist einen chronischen phasenhaften Verlauf und beeinträchtigt das Alltagsleben oftmals stark. Nicht vor angstauslösenden Situationen flüchten Die wichtigste Regel ist, dass man nicht vor den angstauslösenden Situationen flüchtet. Das heißt, dass man zum Beispiel bei einer Agoraphobie nicht vor einem Fahrstuhl „kneift“ und stattdessen die Treppe benutzt, den Einkauf in einem Supermarkt meidet und dafür in einem kleinen Geschäft einkauft oder mit einem Taxi fährt, weil man Angst vor einer Busfahrt hat. Bei einer Angsterkrankung ist es wichtig, dass man sich beim Auftreten einer Panikattacke immer wieder klar macht, dass die Angstsymptome wie zum Beispiel Herzrasen, Schwitzen oder Schwindel nicht zu irgendwelchen schädlichen Folgen, wie Ohnmacht, Herzinfarkt usw. führen können. Wer eine Panikattacke hat, könnte prinzipiell ganz normal das weiter tun, was er gerade eben getan hat. Oder man könnte einen Dauerlauf machen, Holz hacken, eine Treppe hinauflaufen, mit anderen Menschen sprechen oder sich auf andere Weise ablenken. Sinnvoll ist es, bei der Konfrontation mit schwierigen Situationen schrittweise vorzugehen und sich nicht zu überfordern. Je häufiger und je mehr man sich diesen angstauslösenden Situationen aussetzt, desto eher kann man die Angst abbauen. Sicherlich kostet es große Überwindung, in solche Situationen hineinzugehen, nachdem man sie jahrelang gemieden hat. Wichtig ist es, auch kleine Erfolge wahrzunehmen und sich darüber zu freuen. Seien Sie stolz auf jeden einzelnen Schritt! Auch auf die kleinen. Infos und Links zu Selbsthilfegruppen Die Deutsche Angst-Hilfe vermittelt bundesweit an örtliche Selbsthilfegruppen. Bei der nächstgelegenen Selbsthilfe-Kontaktstelle weiß man am besten über die Selbsthilfegruppen-Szene vor Ort Bescheid. Selbsthilfegruppen sind vielleicht nicht jedermanns Sache, aber viele Menschen haben gute Erfahrungen damit gemacht. Man merkt, dass man nicht der oder die einzige Betroffene mit einer solchen Problematik ist, man findet Verständnis und gute Tipps aus der persönlichen Erfahrung der Anderen. Selbsthilfegruppen können ein ideales Lern- und Übungsfeld sein nach neben professionellen Behandlungen. geschrieben von Marvena Zeller Mittwoch, den 15. Januar 2025
17. Dezember 2024
In Deutschland sterben pro Jahr rund 10.000 Menschen an einem geplatzten Bauchaortenaneurysma (BAA). Deshalb empfehlen Mediziner eine Vorsorgeuntersuchung für alle Männer ab 65 Jahren sowie für Jüngere mit einem erhöhten Risiko. Doch was steckt eigentlich dahinter und wer ist besonders gefährdet? Riss kann lebensbedrohlich sein Die Bauchaorta ist der Teil der Hauptschlagader, die in der Bauchhöhle verläuft. Sie ist das größte Blutgefäß im Bauch und hat normalerweise einen Durchmesser von bis zu 2 cm. Mit zunehmendem Alter kann sich die Bauchschlagader ausdehnen und sich eine Ausbuchtung bilden. Kommt es zu einer Ausbuchtung mit einem Durchmesser von mehr als 3 cm, spricht man von einem Aneurysma der Bauchschlagader, ein sogenanntes Bauchaortenaneurysma. Normalerweise verursacht ein solches Aneurysma keine Beschwerden, sodass es unbemerkt bleibt. Die meisten Aneurysmen bleiben auch im Verlauf harmlos. Ein Aneurysma kann sich allerdings auch weiter ausdehnen. Dies geschieht meistens nur langsam. Nur ein Teil aller Aneurysma kann so groß werden, dass ein Risiko für einen plötzlichen Einriss besteht. Ein Riss eines Bauchaortenaneurysmas stellt einen lebensbedrohlichen Notfall dar, da es zu einem Austritt von viel Blut in der Bauchhöhle kommt. Das Risiko für einen Einriss ist höher, wenn ein Aneurysma schnell wächst oder eine Größe von mindestens 5,5 cm erreicht hat. Männer sind wesentlich häufiger betroffen Etwa zwei Prozent der Männer im Alter von 65-75 Jahren haben ein Bauchaortenaneurysma, Frauen sind wesentlich seltener betroffen. Nach groben Schätzungen haben Männer mit einem Aneurysma mit einer Größe von mehr als 5,5 cm ein Risiko von 3-6 Prozent, dass es innerhalb eines Jahres zu einem Einriss kommen kann. Mit zunehmender Größe des Aneurysmas steigt das Risiko eines Einrisses weiter deutlich an und liegt bei ca. 25 Prozent bei einer Größe von mehr als 8 cm innerhalb eines halben Jahres. Welche Risikofaktoren bestehen? Neben den bereits erwähnten Faktoren wie Alter und Geschlecht ist Rauchen der bedeutendste Risikofaktor, den man selber beeinflussen kann. Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten und koronarer Herzerkrankung haben ein höheres Risiko. Außerdem besteht ein genetisches Risiko für Personen mit Familienmitgliedern 1. Grades, die ein Bauchaortenaneurysma haben. Ultraschall-Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 65 Jahren Durch eine Ultraschalluntersuchung der Bauchaorta lassen sich Bauchaortenaneurysmen frühzeitig erkennen, ohne dass sie gefährlich werden. Kleinere Aneurysmen mit einem Durchmesser bis zu 5,5 cm werden in der Regel regelmäßig beobachtet. Für Männer ab einem Alter von 65 Jahren ist belegt, dass durch eine Früherkennung mit anschließendem Eingriff Einrisse, Notfallbehandlungen und Todesfälle vermieden werden können. Daher zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für Männer ab 65 Jahren einmalig eine Ultraschall-Vorsorgeuntersuchung. Weil Rauchen das Wachstum des Aneurysmas fördern kann, sollten Raucherinnen und Raucher mit einem Aneurysma dringend mit dem Rauchen aufhören. Auch wenn ungeklärt ist, ob Medikamente wie Blutdrucksenker oder Cholesterinsenker das Wachstum eines Aneurysmas verringern können, wird bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder erhöhten Blutfetten dazu geraten, diese behandeln zu lassen. geschrieben von Dr. Hertramph Dienstag, den 17. Dezember 2024

RSV

von Brigitte Sauter 14. November 2024
Seit Herbst dieses Jahres gibt es eine neue Impfung für alle älteren Menschen – und zwar gegen das RSV, das respiratorische Synzytial-Virus. Alle Patientinnen und Patienten ab 75 Jahre haben jetzt Anspruch auf eine Impfung. Aktuell wird die Impfung durch die STIKO empfohlen, die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen muss aber aktuell (Stand Anfang November 2024) weiter bei der jeweiligen Krankenversicherung beantragt werden: Aktuell müssen Sie als Patientin oder Patient in Vorleistung gehen, die Kosten liegen bei über 200 Euro. Die ist dem Umstand geschuldet, dass die notwendige Vereinbarung der Überführung der Schutzimpfung in den Bremer Rahmenvertrag noch aussteht. Wir hoffen, dass dieser Zustand sich bald normalisiert. Wie wird das Virus übertragen? In den Medien ist gerade nach Start der Pandemie immer wieder über das RS-Virus geschrieben worden, insbesondere im Zusammenhang mit kleinen Kindern, die schwerste Krankheitsverläufe aufweisen können. Das Virus kann generell Menschen in allen Altersklassen betreffen. Es ist dadurch gekennzeichnet, dass Krankheitssymptome im Bereich der unteren Atemwege auftreten und die Patienten Erkältungssymptome aufweisen. Das Virus wird im Rahmen einer Tröpfcheninfektion übertragen, d.h. beim Niesen oder beim Husten können infizierte Menschen kleinste Tröpfchen, die Viren enthalten, in der Luft versprühen und dadurch andere Menschen anstecken. Das RS-Virus kann auch durch eine Schmierinfektion weitergegeben werden. Bei entsprechendem hygienischem Vorgehen ist insofern wenig Infektionsrisiko zu erwarten. RSV-Infektionen können unterschiedlich schwer verlaufen. Es kann mit leichten Infektionen der oberen Atemwege anfangen, aber manchmal sind Infektionen so schwer, dass eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich ist und auch tödliche Verläufe sind in seltenen Fällen möglich. Die Ansteckungsdauer beträgt in der Regel zwischen 2 und 8 Tagen, im Durchschnitt bei fünf Tagen. Menschen mit geschwächter Immunabwehr können manchmal auch deutlich länger, nämlich bis zu Wochen das Virus in sich tragen und das Virus im Einzelfall sogar noch über Monate ausscheiden. Zu welchen Symptomen kommt es? Bei Kindern kommt es oft zu Schnupfen und Appetitverlust, das kann sich weiter fortsetzen in Husten und Niesen. Es kann zudem zu einer deutlich verschnellerten Atmung und bis hin zu Atemnot kommen. Bei Frühgeborenen kann es auch zu Aussetzern der Atmung kommen. Bei Erwachsenen weisen die Betroffenen oft gar keine oder kaum Krankheitszeichen auf, es können sich aber auch Krankheitszeichen eines Atemwegsinfekt zeigen. Insbesondere Menschen mit chronischen Herz- und Lungenerkrankungen sind gefährdet, aber auch Patientinnen und Patienten mit einem schwachen Immunsystem. Der neue Impfstoff ist nur zugelassen für Erwachsene. Diese Impfung wird für alle über 75-Jährigen von der STIKO empfohlen. Damit gilt sie in der Altersklasse als Standardimpfung. Insbesondere wird sie aber für Menschen ab 60 Jahren empfohlen, die in einer Pflegeeinrichtung leben oder die schwere chronische Erkrankungen haben (Erkrankungen von Herzkreislauforganen, Lungen und Nieren, Knochenmark oder unter immununterdrückender Medikation, Chemotherapie stehen oder Transplantation). Ablauf der Impfung Die Impfung kann parallel mit anderen Impfungen gegeben werden, sollte dann aber an zwei verschiedenen Injektionsorten gegeben werden. Sie kann wie jede andere Impfung auch zu Nebenwirkungen führen: Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle sowie Müdigkeit, Muskel-, Kopf- und Gelenkschmerzen. Sie kann auch zu Allgemeinsymptomen wie Fieber oder Schüttelfrost führen. In der Regel ist die Impfung aber relativ gut verträglich, auch besser als andere Impfungen, die im höheren Lebensalter empfohlen werden. Aktuell gilt die Empfehlung, dass die Impfung einmal im Leben verabreicht wird. Dies kann sich im Lauf der nächsten Jahre ändern, falls sich neue Erkenntnisse ergeben. Bleiben Sie gesund! geschrieben von Brigitte Sauter Donnerstag, den 14. November 2024
7. November 2024
Kleinere Verletzungen im Alltag, plötzliches Erbrechen oder Durchfall in der Nacht, Fieber am Wochenende: Solche Situationen im Alltag haben sicher schon alle Menschen mehrfach erlebt. Eine gut ausgestattete Hausapotheke kann dann sehr hilfreich sein, um Verletzungen zu versorgen oder unangenehme Beschwerden selbst zu behandeln. Was gehört in eine Hausapotheke? Medikamente: Persönliche, vom Arzt verordnete Medikamente Schmerzstillende und fiebersenkende Mittel: Paracetamol oder Ibuprofen 400 Gegen Husten: hustenlösende Mittel wie ACC oder Ambroxol, Hustenmittel wie Bronchipret Mittel gegen Halsschmerzen: Lutschtabletten Salbei-Tee, Kamillen-Tee Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen (z.B. Dimenhydrinat) oder Durchfall (z.B. Loperamid) Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand wie Fenistil Wund- und Heilsalbe Material zur Wundversorgung: Haut- und Wunddesinfektionsmittel Verbandsmaterialien: Pflaster und Binden ggf. Steri-Strips zur Versorgung von Schnittwunden Verbandsschere, Mullkompressen Einmalhandschuhe Splitterpinzette Weitere Utensilien: Fieberthermometer (am einfachsten ist ein digitales Fieberthermometer) Cool Packs Zeckenzange Immer auf dem aktuellen Stand sein Oftmals ist die Hausapotheke ein Sammelsurium von alten, abgelaufenen Medikamenten. Kontrollieren Sie die Medikamente daher regelmäßig darauf, ob das Haltbarkeitsdatum schon überschritten ist. Sortieren Sie abgelaufene Medikamente aus und füllen Sie diese oder auch verbrauchte Medikamente rechtzeitig wieder auf, damit Sie im Notfall gut versorgt sind. Die richtige Aufbewahrung Die Hausapotheke sollte in einem abschließbaren Schrank oder Fach unzugänglich für Kinder aufbewahrt werden. Die Lagerung sollte an einem trockenen und kühlen Ort erfolgen, da Feuchtigkeit und Wärme die Wirksamkeit der Medikamente beeinflussen können. Das Badezimmer oder die Küche sind also kein geeigneter Platz. Eine Liste mit wichtigen Notrufnummern in der Hausapotheke kann im Notfall helfen, rasch Hilfe zu holen. Wichtige Informationen für die richtige Anwendung finden Sie in den Packungsbeilagen des jeweiligen Medikamentes. geschrieben von Dr. Hertramph Donnerstag, den 7. November 2024
von Brigitte Sauter 29. Oktober 2024
In Deutschland leiden etwa 15 bis 20 Prozent der Menschen unter einer Laktoseintoleranz. Doch was steckt hinter der Unverträglichkeit, welche Symptome treten auf – und was können Betroffene tun? Bei Menschen mit einer Laktoseintoleranz führt der Verzehr laktosehaltiger Nahrungsmittel zu Magen-Darm-Beschwerden. Die Ursache: Die Verdauung von Laktose wird durch das Enzym Laktase in unserem Körper gesteuert. Dieses Enzym kann angeboren in zu geringer Menge vorhanden sein, es kann auch in Folge einer chronischen Darmerkrankung (zum Beispiel Zöliakie, M. Crohn und Colitis ulcerosa) oder Darminfektion (zum Beispiel Giardiasis) oder aber nach Operationen am Darm zu einem Mangel kommen. Der nachgewiesene Mangel tritt hierzulande bei circa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung auf, bei US-Amerikanern sind es nur etwa 2 bis 15 Prozent. Symptome einer Laktoseintoleranz Besteht ein Mangel an Laktase, kann es bei Verzehr von Milchzucker zu Blähungen und Durchfällen kommen. Das liegt daran, dass der Milchzucker zu einem beschleunigten Transport des Darminhaltes führt. Im Dickdarm wird dann der Milchzucker von gasproduzierenden Darmbakterien verstoffwechselt. Weitere Symptome können diffuse Bauchschmerzen sein. Die Beschwerden treten in aller Regel 1-2 Stunden nach der milchzuckerhaltigen Mahlzeit auf. Bei der Diagnostik kann ein H2-Atemtest helfen. Ernährungsempfehlungen Nach der Diagnosestellung einer Laktoseintoleranz sollten Betroffene 2-3 Wochen alle Milchprodukte meiden, danach kann der Verzehr soweit langsam gesteigert werden, wie es vertragen wird. In aller Regel kann durch eine Verminderung des Laktoseanteils Symptomfreiheit erreicht werden, ca. 2-3 Gramm Laktose pro Tag bereiten den meisten Betroffenen keine Beschwerden. Als streng laktosearme oder laktosefreie Kost bezeichnet man eine Kost mit weniger als 1 Gramm Laktose/Tag, eine mäßig laktosearme Kost beinhaltet ca. 8-10 Gramm Laktose/Tag. Gesäuerte, nicht pasteurisierte Milchprodukte (z.B. Joghurt) werden häufig vertragen (durch die Laktaseaktivität der Mikroorganismen). Hart-, Schnitt-, Weich- und Sauermilchkäse sind fast laktosefrei und können häufig vertragen werden. Bei Genuss von laktosehaltigen Speisen sollten diese auf 4-5 kleinere Portionen aufgeteilt werden. Wird Milch getrunken, dann nur in Verbindung mit festen Speisen und max. 250 ml/Portion. In Problemfällen kann laktosefreie Milch (z.B. Laktofree oder Minus L-Produkte) eingesetzt werden. Durch die Zugabe von laktasehaltigen Enzympräparaten (z.B. Kerulac-Tropfen oder Laktase-Plus) zur Milch kann der Verzehr verträglicher werden, Laktasekapseln zur Enzymsubstitution zu den Mahlzeiten können wirksam sein. Hinweise für den Einkauf Laktose versteckt sich oft hinter anderen Bezeichnungen: Milchzucker, (Süß-/Sauer-) Molke, (Süß-/Sauer-) Molkepulver, Milch, (Voll-/Mager-)Milchpulver, entrahmte Milch, Rahm, (süße/saure) Sahne, Sahnepulver, Butter, Laktosemonohydrat, Milchelemente, Milchserum, Molkereistoffe, Milchserumpulver, Quark, Natriumkasein, Kasein, Kaseinate, Milcheiweiß, aufgespaltene Milcheiweiße, Milchfette, Laktalbumin, Laktglobulin. Bei unverpackten Lebensmitteln ist es sinnvoll, das Verkaufspersonal nach der Inhaltsstoffliste zu fragen. Bei Medikamenten unbedingt den/die Apotheker/in fragen! Laktosefrei Frisches Obst, frisches Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Getreide, Reis, Nudeln, Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Öl, Zucker, Honig, Konfitüre, Wasser, Säfte, Tee, Kaffee, Soja, Sojamilch, Salz, reine Gewürze, Nüsse, Erfrischungsgetränke, alkoholische Getränke Laktosehaltig Milch, Joghurt, Buttermilch, Milchprodukte, Käse, Quark, Sahne, -kuchen, Butter, Molke, Kefir, Dickmilch, Kondensmilch, Kaffeesahne, Milchpulver, Schokolade, Pralinen, Nuss-Nugat-Creme, Liköre auf Sahnebasis Laktosegehalt möglich Verarbeitete Lebensmittel, Fertiggerichte, Restaurantessen, Brot, Brötchen, Margarine, Gebäck, Gewürzmischungen, Fleischwaren, Wurst, Würstchen, Instantsuppen, -saucen, Müslis, Pesto, Medikamente und Zahnpasta Es ist wichtig, auf eine ausreichende Calciumzufuhr zu achten – entweder durch den Verzehr von Käse oder vermehrt calciumhaltige Mineralwässer oder durch Calciumprodukte. geschrieben von Brigitte Sauter Dienstag, den 29. Oktober 2024
von Brigitte Sauter 9. Oktober 2024
Im Volksmund werden sie „Kinderkrankheiten“ genannt, doch es handelt sich dabei um stark ansteckende Infektionskrankheiten, die meist durch Viren hervorgerufen werden. Sie heißen also nicht so, weil das Durchmachen der Erkrankung ein Kinderspiel ist. Kinderkrankheiten heißen so, weil früher vor allem Babys und Kinder die entsprechenden Infekte durchgemacht haben. Erst ab 95 Prozent besteht eine Herdenimmunität Bei den typischen Kinderkrankheiten kommt es zum Auftreten von Fieber, grippeähnlichen Symptomen und Hautausschlägen. Wer die Erkrankung durchgemacht hat oder geimpft wurde, ist meist lebenslang geschützt. Dadurch dass Kinderkrankheiten hochansteckend sind, ist es wichtig, für einen hohen Schutz in der Bevölkerung zu sorgen. Je mehr Menschen geschützt sind, desto besser ist der Schutz für diejenigen, die aus medizinischen Gründen nicht oder noch nicht geimpft werden können oder noch keinen eigenen Schutz aufbauen konnten. Nur wenn mindestens 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, ist von einer Herdenimmunität auszugehen. Als typische Kinderkrankheiten bezeichnen wir oft Mumps, Masern, Röteln und auch Windpocken. Ein Überblick: Bei Mumps kann es komplizierend zu Entzündungen der Hoden, der Bauchspeicheldrüse und auch zu Hirnhautentzündungen kommen. Masern können schwere Verläufe hervorrufen mit dem Auftreten von Mittelohrentzündungen, Durchfällen und Lungenentzündungen. Die schwerste Komplikation bei Masern ist eine Gehirnentzündung oder die subakute sklerosierende Panenzephalitits (SSPE). Die SSPE tritt durchschnittlich erst 6 bis 8 Jahre nach der Infektion auf und verläuft immer tödlich. Röteln verlaufen im Kindesalter oft komplikationslos, bei Jugendlichen kommt es vermehrt zum Auftreten von Bronchitis, Mittelohrentzündungen, aber auch geschwollenen schmerzhaften Gelenken und Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündungen. Bei Windpocken ist es so, dass alle, die in ihrer Jugend Windpocken durchgemacht haben, später an einer Gürtelrose erkranken können. Das ist etwas, worauf man gerne verzichten möchte. Seit 2020 besteht eine Impfpflicht gegen Masern Insofern ist es gut und sehr erfreulich, dass wir mittlerweile die Möglichkeit haben, gegen viele der sogenannten Kinderkrankheiten zu impfen. Die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) sowie gegen Windpocken erfolgt zweimal: zuerst gegen Ende des ersten Lebensjahres und erneut im zweiten Lebensjahr (damit ist von einem Schutz vor der Aufnahme in die Krippe auszugehen). Es gibt die 3-fach-Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln (MMR-Impfung) oder die 4-fach-Impfung, die zusätzlich gegen Windpocken (MMRV) schützt. Früher gab es Einzelimpfstoffe, diese sind nicht mehr verfügbar. Und warum ist das wichtig? Seit März 2020 besteht eine Impfpflicht gegen Masern. Diese wurde eingeführt, um das hohe Ansteckungsrisiko, das insbesondere von Masern ausgeht, zu verkleinern. Diese Impfpflicht gilt für alle Kinder, die in Kitas, Schulen oder andere Gemeinschaftseinrichtungen gehen, aber auch für all die Menschen, die in solchen Einrichtungen arbeiten. Sie gilt auch für medizinisches Fachpersonal in Praxen und Kliniken und auch für Mitarbeitende in Einrichtungen für Asylbewerber und Flüchtlinge. Weil aber auch Eltern ihre Kinder zum Beispiel in den Kindergarten zur Eingewöhnung bringen, müssen auch sie nachweisen, dass sie einen Masernschutz haben. Masernnachweis: Impfung oder Laboruntersuchung? Viele Menschen haben ihren Impfpass nicht mehr. Das bedeutet für diejenigen, die diesen Masernnachweis erbringen müssen, dass sie sich erneut impfen lassen müssen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, mit einer Laboruntersuchung diesen Impfschutz im Sinne einer Antikörperbildung im Blut nachzuweisen. Das ist allerdings keine Kassenleistung und muss selbst bezahlt werden. Die Impfung dagegen ist eine Kassenleistung für alle, die nicht geimpft worden sind. Das einzige, was wir in Ihrer Arztpraxis dafür brauchen, ist Ihre Versichertenkarte und Ihren Impfpass, um die entsprechende Dokumentation durchführen zu können. Sprechen Sie uns gerne an. geschrieben von Brigitte Sauter Mittwoch, den 9. Oktober 2024
27. September 2024
Viele Menschen schnarchen während des Schlafens, das ist grundsätzlich erstmal nicht gefährlich. Riskant wird es allerdings, wenn in der Nacht mehrfach der Atem aussetzt. Dahinter kann eine sogenannte obstruktive Schlafapnoe stecken. Nach Schätzungen haben etwa drei Prozent der Frauen und fünf Prozent der Männer in Deutschland eine Schlafapnoe. Welche Risikofaktoren eine Schlafapnoe begünstigen und welche Therapien helfen können. Was bedeutet obstruktive Schlafapnoe? Obstruktiv bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Atmung gehemmt bzw. durch etwas behindert wird. Apnoe bedeutet Atempause. Bei einer Schlafapnoe verschließen sich bei einer schlafenden Person die oberen Luftwege teilweise oder vollständig für jeweils kurze Zeit. Dadurch entstehen Atempausen, die, wenn sie etwas länger andauern, zu verringerter Sauerstoffversorgung des Körpers führen. Dadurch ist der Schlaf für die Betroffenen nicht erholsam. Lautes und unregelmäßiges Schnarchen ist typisch bei Menschen mit Schlafapnoe. Symptome einer Schlafapnoe Infolge des gestörten Schlafens kommt es bei den betroffenen Personen zu Tagesmüdigkeit, Antrieblosigkeit, Mundtrockenheit, verstopfter Nase, nächtlichem Schwitzen, morgendlichen Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Leistungsminderung, depressiver Verstimmung und es besteht ein erhöhtes Risiko für Verkehrsunfälle durch Sekundenschlafattacken. Oft bemerken die Partnerinnen oder Partner das Schnarchen bzw. die Atempausen mehr als die Betroffenen selbst. Das Schlafapnoe-Syndrom gilt als Risikofaktor für Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Zudem erhöht es das Risiko für Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen. Risikofaktoren einer Schlafapnoe Es gibt einige Risikofaktoren, die eine Schlafapnoe begünstigen können. Dazu gehören: Schnarchen, Übergewicht, männliches Geschlecht, Frauen in den Wechseljahren, Alter, Alkohol, Rauchen und familiäre Veranlagung. Möglichkeiten einer Therapie Bei Übergewicht empfiehlt sich eine Gewichtsabnahme. Diese verringert auch die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Man hat festgestellt, dass die meisten Patientinnen und Patienten in Seitenlage weniger schnarchen. Spezielle Lagerungskissen oder -westen können dabei helfen. Auf Alkohol oder Schlafmittel sollten Sie unbedingt verzichten, Rauchstopp ist ebenfalls wichtig. Was bringt eine Schnarchschiene oder eine CPAP-Maske? Eine Behandlungsalternative ist eine sogenannte Schnarchschiene, die den Unterkiefer leicht nach vorn zieht und somit den Rachen bei normal geschlossenem Mund etwas mehr öffnet. Diese Behandlung ist oft nicht so wirksam wie die CPAP-Maske. Diese Maske wird nachts getragen und führt den Patientinnen und Patienten Luft mit einem leichten Überdruck zu, damit die Atmung effektiver wird. Das Gerät ist jede Nacht zu benutzen und darf während der Nacht nicht ausgeschaltet werden. Die Betroffenen setzen eine Gesichtsmaske auf, die über einen Schlauch mit dem Gerät verbunden ist. Das Gerät selbst steht neben dem Bett. Die Luft wird durch das Gerät mit einem etwas höheren Druck als die Raumluft durch den Schlauch und die Maske gedrückt. Die Luft wird also beim Einatmen eingeblasen und beim Ausatmen muss die Atemmuskulatur benutzt werden, um gegen den höheren Luftdruck zu arbeiten. Das trägt dazu bei, die oberen Atemwege offen zu halten, sodass eine effektive Atmung und damit Sauerstoffversorgung des Körpers gewährleistet wird. Eine CPAP-Beatmung verbessert die Beschwerden und die Prognose einer Schlafapnoe deutlich. In der Mehrzahl der Fälle gelingt eine Normalisierung der Atmung im Schlaf. Die CPAP-Beatmung verbessert nicht nur die Atmungsstörung, sondern kann auch die Tagesschläfrigkeit reduzieren oder sogar beseitigen, die Lebensqualität steigt bei den Betroffenen somit deutlich an. Sprechen Sie uns an. Prognose einer Schlafapnoe Die Lebenserwartung kann gegenüber gesunden Personen verringert sein. Die Prognose der Erkrankung wird vor allem durch die Begleiterkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems bestimmt. Die Sterblichkeit gegenüber gleichaltrigen Gesunden ist ca. 4-mal höher. Daher ist eine adäquate Behandlung sehr wichtig. Bei unbehandelt bzw. unzureichend behandelter Schlafapnoe mit Tagesmüdigkeit ist die Fahrtauglichkeit nicht gegeben. Bei erfolgreicher Behandlung mit behobener Tagesschläfrigkeit besteht diese wieder. Nach Einleitung einer Therapie ist eine Erfolgskontrolle innerhalb von 3 Monaten empfohlen, anschließend sind jährliche Kontrollen meist ausreichend. geschrieben von Marvena Zeller Freitag, den 27. September 2024
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